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23. Oktober 2025

Wahlen zum Diözesansteuerausschuss

Martin Strobl vertritt nun die Landkreise BGL und TS

Berchtesgaden/Ainring – Alle sechs Jahre wird in der Erzdiözese München und Freising der 16köpfige Diözesansteuerausschuss (kurz: DiStA) bestimmt. Er setzt sich aus zwölf gewählten und vier ernannten Mitgliedern zusammen. Aus neun Wahlbezirken wird je eine weltliche Vertretung und aus den drei Seelsorgsregionen des Bistums je ein geistlicher Vertreter gewählt. Zwei Mitglieder werden vom Erzbischof frei berufen und zwei sind qua Amt Teil des DiStA. Jedes Mitglied des DiStA hat eine Stimme, so dass die weltlichen Vertreter die deutliche Mehrheit bilden. Deren Mitwirkung in der Verwendung der Kirchensteuermittel wird aus Gründen der Transparenz und die Außensicht auf kirchliche Prozesse ausdrücklich begrüßt.

Zur Wahl der weltlichen Vertretung waren im Wahlbezirk 9, Dekanate Berchtesgadener Land und Traunstein, die Vorsitzenden der Kirchenverwaltungen nach Chieming eingeladen worden. Frau Dr. Schmuck gab vor der Wahl Einblicke in die Arbeit des DiStA. Die Hauptaufgabe des DiSTA ist die Feststellung des Diözesanhaushalts sowie die Prüfung und schließliche Anerkennung der Jahresrechnung. Leitprinzip zum Einsatz der vorhandenen Ressourcen ist die Wirkungsorientierung.

Den in Chieming anwesenden 56 Wahlberechtigten wurden vier Wahlvorschläge präsentiert, die bereits im Vorfeld für dieses Ehrenamt ihr Interesse bekundet hatten. Hermann Koch aus Traunstein, der dieses Amt zwölf Jahre bekleidet hatte, stellte sich nicht mehr zur Verfügung. Die vier Bewerber stellten sich jeweils mittels eines kurzen Statements vor und erläuterten den Anwesenden ihre Motivation, als weltlicher Vertreter im DiStA mitzuwirken.

Laut Wahlordnung ist die mit einfacher Mehrheit gewählte Person gewählt. Martin Strobl aus Ainring erhielt 20 der 56 Stimmen und ist nun bis 2031 der weltliche Vertreter des Wahlbezirks 9. Martin Reiter aus Petting wurde mit 16 Stimmen zu dessen Vertreter gewählt. Die weiteren Bewerber um das Ehrenamt erhielten weniger Stimmen.

Martin Strobl nahm die Wahl gerne an: „Ich freue mich auf die Arbeit im Diözesansteuerausschuss, um zum einen die gute Arbeit der bisherigen Vertreter fortzusetzen und zum anderen auch neue Blickwinkel einzubringen. Gerade vor dem Hintergrund der sich stark verändernden Rahmenbedingungen, wie geringer werdendes Kirchensteueraufkommen und größer werdender Personalmangel im Bereich der pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollten sich möglichst viele Menschen einbringen, um die Kirche als Gemeinschaft voranzubringen. Durch meine gute Vernetzung in die Politik und mein Engagement bin ich mir sicher, die Kirche auf ihren Weg in die Zukunft positiv begleiten zu können.“ 

Der 51-jährige ist 3. Bürgermeister der Gemeinde Ainring. Im Oktober 2023 wurde er als ehrenamtliches Mitglied ins Pilotprojekt „Immobilien und Pastoral“ der Erzdiözese München und Freising berufen. Seit Januar diesen Jahres ist er Mitglied der Kirchenverwaltung in seiner Heimatpfarrei Mariä Himmelfahrt Feldkirchen. 

Nahezu zeitgleich wurden den Statuten gemäß von den Priestern der Erzdiözese die geistlichen Vertreter, je einer für jede der drei Seelsorgsregionen, per Briefwahl bestimmt. Für die Südregion ging Msgr. Dr. Thomas Frauenlob, Leiter des Pfarrverbands Stiftsland Berchtesgaden, als klarer Wahlsieger hervor. Er wird nun für die Dekanate südlich von München, vom Berchtesgadener Land bis Garmisch-Partenkirchen, gemeinsam mit Martin Strobl, der die beiden Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land im DiStA vertritt, die nächsten sechs Jahre für deren Bedürfnisse und Interessen einstehen.

Von links: Klaus Engelmann (Herz-Jesu Bischofswiesen), Christoph Angerer (St. Andreas Berchtesgaden), Martin Strobl, Florian Schöbinger (St. Johann Nepomuk Winkl), Richard Hartmann (St. Nikolaus Marktschellenberg), Wolfgang Schedlbauer (Hl. Familie Au)

Bericht & Bilder: Christophs Angerer