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10. Juli 2025

Vom Feuer des Glaubens berührt

Firmung in der Stiftskirche Berchtesgaden

59 Jugendliche aus dem Stiftsland Berchtesgaden feierten in der ehrwürdigen Stiftskirche St. Peter und Johannes der Täufer.

Die Kinder aus beiden Pfarreien bereiteten sich im Religionsunterricht, in vielen schönen abwechslungsreichen und lebendigen Gruppenstunden, in den Familien- und Themengottesdiensten, auf ihre Erstkommunion vor. Zudem durften sie auch das Sakrament der Versöhnung empfangen, bei dem die Kinder zu Beginn ein wenig aufgeregt waren, aber danach sehr freudig und erleichtert nach Hause gingen. Diese Zeit war auch geprägt von Aktionen, wie dem Fastensuppen-Kochen und mitgestalten des Rucky Reiselustig-Misereor-Gottesdienstes in der Stiftskirche und den Erlebnisnachmittagen in beiden Pfarreien. Besonders an der diesjährigen Vorbereitung war, dass die Kinder viele Gottesdienste mitgestalteten, sie lasen Kyrie- und Fürbittensätze, spielten Bibelgeschichten szenisch nach, übernahmen die kreative Gestaltung mit gemalten Bildern und Basteleien. In einigen Gottesdiensten traten die Kinder sogar als Kommunionchor auf, bei dem man hören konnte, wie gerne und mit wie viel Freude sie die vielen verschiedenen Lieder singen. Unterstützt wurden sie hier von den beiden engagierten Musikerinnen Verena Seeber und Simone Resch. Frau Resch komponierte für die Kinder viele Lieder, die in den Gottesdiensten auch auf Wunsch der Kinder, immer wieder gerne gesungen wurden.

Ein besonderes Highlight bei der Vorbereitung war, dass die Kommunionkinder beim Erlebnisnachmittag nicht nur die Kirche, ihre liturgischen Gegenstände, die Messgewänder und die Schätze in unseren Sakristeien entdecken konnten. Erstmalig durften die Kinder die Hostien für ihren Kommuniongottesdienst selber backen. Diakon Michael König hatte hierzu extra ein spezielles Hostien-Waffeleisen aus Italien besorgt. Zuerst musste der Teig, der wie beim Mazzen, nur aus Wasser und Mehl besteht, im richtigen Verhältnis angerührt werden. Dazu war die Mithilfe aller nötig, jeder durfte rühren. Nachdem der Teig im Waffeleisen ganz dünn und knusprig gebacken wurde, mussten die Kinder beim Ausstanzen der einzelnen Hostien aus der Teigplatte Fingerspitzengefühl beweisen, da er sehr brüchig war. Aber alles ging gut und schließlich schafften es alle Kinder an den beiden Erlebnisnachmittagen, dass genügend Hostien für die Kommuniongottesdienste in beiden Pfarreien gebacken werden konnten. So stand dem großen Festtag nicht mehr im Wege und die Kinder freuten sich darauf, endlich Jesus im Leib Christi empfangen zu dürfen.

Pfarrer Dr. Thomas Frauenlob zelebrierte die beiden feierlichen Erstkommunion-Gottesdienste gemeinsam mit Diakon Michael König. In der Au übernahm Simone Resch mit dem Auer Mädchen-Ensemble die musikalische Gestaltung. Am Sonntag darauf in der Stiftskirche spielte Bernhard Brandner an der Orgel den Ein- und Auszug, mit dem Lied „Wer glaubt ist nicht allein“, das mit dem feierlichen Gesang aller den ganzen Kirchenraum ausfüllte. Verena Seeber übernahm während des Gottesdienstes die musikalische Gestaltung am Keyboard und an der Gitarre, gemeinsam mit Miriam Schmidt, die Frau Seeber an der Violine begleitete. Das Evangelium der Emmausjünger, war Kernthema der beiden Gottesdienste, zu denen Pfarrer Dr. Thomas Frauenlob die Kinder in sein Predigtgespräch miteinbezog. So schloss sich der Kreis der Kommunionvorbereitung mit der Feier der heiligen Erstkommunion im Evangelium und im darauffolgenden Lied „Jesus geht mit mir“. Die Vorbereitung auf die Kommunion hatte damit begonnen, dass sich die Kinder mit Jesus auf den Weg zur Erstkommunion machen, begründet in ihrer Taufe. Wir alle freuen uns, wenn dieser Weg nun weitergeht für alle Kinder und Familien. Dankbar und voller Freude über den schönen Tag und das ein oder andere Kommuniongeschenk, feierten alle Familien am Abend die Dankandacht. Bei der allen herzlich gedankt wurde für die wertvolle Vorbereitung und Begleitung der Kinder, insbesondere den Gruppenleiterinnen und Gruppenleitern. Als kleines Erinnerungsgeschenk an die hl. Erstkommunion bekam jedes Kommunionkind ein Kreuz aus Ton. Die Kreuze wurden in der Andacht zusammen mit den Geschenken gesegnet. Glücklich und auch ein wenig müde vom langen Tag, machten sich alle Erstkommunionkinder mit ihren Familien auf den Heimweg.